FPC Magazin 2014 - page 11

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Ebenfalls im Mai besuchte uns der neue
Frankfurter SPD-Par-
teivorsitzende Mike Josef
und stellte seine Politik zur Diskussion.
Der 30-jährige Nachfolger des langjährigen Frankfurter SPD-
Chefs Gernot Grumbach zeigte sich als angenehmer Querdenker,
der nicht Opposition um der Opposition willen betreibt, sondern
hinterfragt, ob Altgewohntes noch passt. Parteitabus kennt er
nicht, dafür aber hat er jede Menge neuer Ideen.
J u n i
Im Juni hatten wir wieder volles Haus.
ZDF-„heute-journal“-
Moderator Claus Kleber
gab Einblicke in seine Arbeit. Der
promovierte Jurist, der 1985 ins journalistische Fach wechselte,
ist seitdem eines der bekanntesten Fernsehgesichter des öffentlich-
rechtlichen Fernsehens. Als Reporter, als Studioleiter im In- und
Ausland sowie als Moderator des „heute journals“, dessen Leiter
er war, bis er 2009 seine Festanstellung aufgab, hat von Mahmud
Ahmadinedschad, dem Expräsidenten des Iran, bis US-Präsident
Barack Obama viele Berühmtheiten vor dem Mikro gehabt. Claus
Kleber ist das, was man einen Journalisten aus Leidenschaft nennt,
und das wurde auch an diesem Abend im FPC deutlich. Er ließ
es sich ebenfalls nicht nehmen, nach der offiziellen Veranstaltung
noch in unserem Clubrestaurant bei einem Glas Wein für Fragen
der Besucher zur Verfügung zu stehen.
Die
„Trüffelsucher“ von der „Wirtschaftswoche“
, die wir in der
nächsten Ausgabe unserer Reihe Werkstattgespräch zu Wort kom-
men ließen, erzählten über ihre Arbeit als investigative Recher-
cheure und über die unangenehmen Seiten dieser Wühlarbeit. Ihre
Rechercheleistung hatte unter anderem zur Verhaftung der beiden
S&K-Geschäftsführer geführt, denen Millionenbetrug angelastet
wurde. Die Kolleginnen und Kollegen schilderten eindrücklich,
wie sie sich mit den Anwälten auseinandersetzen mussten, die die
Berichterstattung verhindern wollten, und wie sie auch massiven
Bedrohungen ausgesetzt waren.
Junger Querdenker mit
jeder Menge neuer Ideen:
Frankfurts SPD-Vor­
sitzender Mike Josef
A u g u s t
Nach der Sommerpause ging es im August zur
Besichtigung
der EZB-Baustelle
. Bei dem Rundgang um den Neubau gab uns
die Öffentlichkeitsarbeiterin der EZB und ausgebildete Archi­
tektin Andrea Jürges spannende Einblicke in die Komplexität
dieser Großbaustelle. Unter anderem schilderte sie, mit welchem
Aufwand die unter Denkmalschutz stehende Klinkerfassade der
früheren Großmarkthalle restauriert wurde und dass der Innen­
raum zumindest zum Teil auch weiterhin erlebbar bleiben soll.
Die Clubmitglieder haben diesen exklusiven Einblick in Frank-
furts spektakulärste Baustelle mit großem Interesse aufgenommen.
Unser Mitglied
Marlies Odehnal
wiederum präsentierte uns
die Stadt einmal ganz anders. Mit „Frankfurt Art – Fantasie und
Wirklichkeit“ zeigte die Fotokünstlerin neben verfremdeten An-
sichten der bekannten Skyline auch Plätze der Stadt, die weniger
bekannt sind. Mit Hilfe des Computers malt sie quasi wie mit
einem digitalen Pinsel die Bilder aus. Mal geben sich die Ansich-
ten in poppigen Farben, mal sind sie eher expressionistisch und
zurückgenommen. Irmgard Kiessler, Pressesprecherin der Künst-
lergruppe Frankfurt, sprach die Einführung zur Vernissage.
Die „Trüffelsucher“ der „WiWo“ erläutern ihre Arbeitsweise und
erzählen von den Schwierigkeiten, im Wirtschaftsmilieu zu recherchieren.
Sie hatten unter anderem die SSK-Truppe zu Fall gebracht
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